Beim Thema Ha Long Bay weiß man eigentlich gar nicht wo man anfangen Soll…. Am besten.. am Anfang!

Robert und ich hatte einen 2 Tagestrip in die Ha Long Bucht gebucht inkl. Übernachtung auf dem Boot/Schiff… (es war ein Boot!).

Um 8 Uhr wurden wir mit einem total überladenen (6 Mann/Frau Bus mit 10 Leuten drin) an den Hafen im nächst kleinere Ort Kutschiert. Dort hies es erst mal “Al people with a ticket to me” Robert und ich schauen uns an “Wasn fürn Ticket ich hab ne Quittung aber kein Ticket”… 2 Minuten später die Lösung des Rätzels “Al people without a ticket heeeere” 😀 Okay so läuft das hier.. Nächstes mal komm ich hier einfach so hin ohne zu löhnen 😀

Ich war wirklich froh nicht zur “Ticket Gruppe” zu gehören da diese sich auf einem recht großen Schiff zusammenpferchen durften (so ca 20-30 Leute) und wir mit ca. 10 Leuten auf einem gemütlichen Kutter davon schippern durften.

Nach ca. 45 Minuten Fahrt durch Felsenschluchten und Floating Villages erreichen wir unseren ersten Badespot. Also Flachköpper vom Boot ins wunderherlich Wasser und einfach die Seele baumeln lassen. Nachdem wir noch zu einem kleinen einsamen Strand (von denen es hier massenweiße gibt) geschwommen sind und uns dort noch ein paar minuten die Sonne auf den Bauch scheinen lassen haben gings auch schon weiter zum nächsten Highlight. Bei der Fahrt flasht es mich jedes mal wenn wir wieder um eine Ecke fahren und neue gigantische Felsformationen sehen… Unvorstellbar wie das alles hier wohl mal entstanden ist…

 

 

Next Stop Kajak fahren! Geil! Diese kleine eigene Welt auf eigene Faust erkundschaften.. Leider mit zich andern aaaber besser wie immer nur aufm Kutter! Das Bild verändert sich noch mehr wenn man es von ganz unten aus Wasserhöhe sieht. Die Felsen überragen ums um Längen.. Wir fahren durch kleine Tunnel und gigantische Formationen und landen in wunderschönen Buchten in denen keine kleinen Dörfer oder größere Schiffe zu sehen sind.
Die Leute hier sind allerdings etwas aggro.. kein Ahnung wie man hier so stier drauf sein kann aber beim kleinsten rempler bekommt man böse Blicke zugeworfen bzw. ein dummes Kommentar “He passen sie doch auf, achja sie haben leichten Sonnenbrand auf den Schultern” 1. Red mich hier nich auf deutsch an wir sin hier auf Ferien! 😀 2. Danke Mutti für den Hinweis aber was soll ich in deinen Augen jetzt machen so mitten aufm Wasser? Plankton such ich mir keins um mich damit optisch elegant zu schützen und 3. Ganz ganz ruhig braune!
Egal ich lass mich von dieser Terrortouristen die vermutlich sexuell unausgeglichen durch die Weltmeere schippert nicht aus der Ruhe bringen und genieße weiterhin das was uns hier geboten wird. Nach einer Stunde paddelei, viele Fotos später und einem Sonnenbrand auf den Schulter “ICH HABS DIR JA GESAGT” sitzen wir gemütlich auf unserm Böötchen und genießen eines der besten Seefoods das ich jeh gegessen habe! Weiter gehts “JumpingROCK” eendlich Action!
Nach ein wenig mehr gegurke und und noch mehr gegucke stehe wir vor unserem Absprungturm! Das wir hier rauf müssen brauche ich ja wohl nicht zu erwähnen!

 

 

Also runter vom Boot und den Felsen hochgeklettert. Stellt sich als umständlicher heraus wie gedacht aber ist machbar. In Deutschland unvorstellbar, dass man ungesichert scharfe Felsen hochklettern muss an denen man sich wirklich alles aufschneiden kann um von einer Klippe zu springen (auf einer geführten Tour). Das ist eins der Dinge die ich hier liebe. Jeder darf noch etwas nach sich selbst schauen ohne das alles wegreguliert wird!
Oben angekommen wirken die 15 Meter dann doch gleich nochmal etwas höher aber 1. Wer gibt sich die Blöße und klettert wieder runter… 2. Wer is sone Pussy und klettert wieder runter??? und 3. kann man da nicht runterklettern hoch ging ja schon fast nicht! Also springen! So ein kleiner Adrenalinkick zwischen durch kommt schon ganz gut 😉
Nachdem sich noch eine Handvoll weiterer “Todesmutiger” vom Felsen gestürzt haben gehts zurück aufs Boot. Allerdings nur für Robert und mich die anderen müssen auf ein anderes Schiff, da diese nur einen Eintagestrip gebucht haben.
Ein Boot für uns allein YES! Wäre zwar lustig gewesen noch ein paar leute für einen geselligen Abend hier zu haben aber so muss es halt die Vietnamesische Crew tun!
Wir schippern weiter nach draußen. Handyempfang.. Fehlanzeige… Kein Kontakt zu Claudia… 😔

Wir stoppen an einem kleinen Floating Village, an welchem wir erneut mit den Kajaks (jetzt ungeführt und ohne Nörgler) durch die gegen schippern sollen “Be back in 60 Minutes” Ok Cheff wie auch immer du befiehlst (wie sehr wir diese Einstellung noch bereuen werden).

Also los Sonnenuntergangsstimmung vom Kajak aus wie cool ist das denn bitte??
Wir paddeln erst mal an einen kleinen Strand zwischen 2 Felsen und machen einen kurzen Stop um die fantastische Aussicht zu genießen!

 

 

Danach noch ein paar Runden um ein Paar Felsen und schon sind 60 Minuten auch schon wieder vorbei. Zurück auf dem Boot suchen wir uns einen Liegeplatz mitten umgeben von Felsen und werfen den Anker. Nach einem weiteren festlichen Mahl sitzen wir mit unserem Captain einer Flasche Vodka und gebrannten Erdnüssen auf unserm Sonnendeck und genießen den Sonnenuntergang. *_*
Nachdem unser Captain nach 2 Shots und einem Bier wohl angst hat es könnte zu viel werden bekommen wir unser Bett gemacht AUF DEM SONNENDECK *_*. Schlafen unter freiem Himmel mitten auf dem Meer wie cool ist das denn. Das gehört wohl zu meinen Highlights auf dieser Reise. Robert und ich leeren noch die Flasche Vodka so wie sich das gehört und genießen einfach nur die Sterne. Herlich… Wer das noch nie gemacht hat und die Chance dazu bekommt TUT ES UM GOTTES WILLEN! Ich wache in dieser nacht zwar des öfteren auf nicht zuletzt da Claudia mir wahnsinnig fehlt.. Und natürlich weil die Sterne so interssant funklen 😉
Aber alles in allem eine sehr erholsame Nacht mit gigantischer Aussicht!

Am nächsten Morgen heißt ums 7 Uhr frühstück und dann geht die wilde Reise auch schon weiter. Bzw. erst mal heißt es für uns ab ins Kajak mal wieder Erkundungstour 😀 Klar so viel kann man hier nicht machen da schickt man die Touris halt öfter mal auf eigene Faust los. Wir schippern noch ein bisschen angedätscht von der Nacht um einige Felsen und suchen uns dann einen gemütlichen Strand welchen wir uns dann etwas genauer anschauen… Chillend in Ruhe! 😀
Unser Captain war derweil kurz Essen besorgen für die 2 dicken Deutschen und sammelt uns nach seiner Shoppingtour wieder auf.
Weiter gehts neue Spots, mehr Meer MEEEHR SEHEN 😀

Nächster Stop in einer kleinen Bucht. Unser Captain ruft “Look cave you can go there go go”. Ok gesagt getan ab aufs Kajak und losgepaddelt.
Als wir durch den kleinen Tunnel schippern fällt uns direkt auf, dass das Ende mit einem Netz etwas verhangen ist und dahinter die Strömung etwas stärker zu sein scheint… Aber der Captain hat gesagt “go there go go” ok dann machen wir das auch… Wir umfahren das Netz und sehen einen kleinen Abfall mit etwas mehr Ströhmung. Jetzt ist es eh schon zu spät um umzukehren und Cheffe hat ja gesagt wir sollen da durch. Also mal nicht paddeln ist doch auch okay… (wie wir diese Entscheidung bereuen werden!).
Nach dieser kleinen Stromschnelle zeigt sich uns nach einem verlassenen Fischerhäuschen ein Stück unberührte Natur. Kaum Müll der hier herumschwimmt und je weiter wir fahren desto stiller wird es und man hört nur noch einzelne Schreie von Geckos und Vögeln. Dann Sackgasse… Okay gut halb so wild drehen wir halt um und fahren die Strohmschnelle wieder hoch………….

Keine Chance! Die Ströhmung hat in der halben Stunde in der wir die Gegend erkundet haben nochmal zugelegt (muss wohl an der Flut liegen die eingesetzt hat und jetzt das stehende Gewässer hinter dem Tunnel flutet).
Also voller anlauf und durch die Ströhmung… Der erste versucht scheitert klägtlich zweiter dritter.. Beim vierten passiert es. Die Ströhmung erwischt uns seitlich dreht uns und wir kentern. Das Wasser ist hier unglaublich niedrig und wir scharben mit Händen und Füßen über scharfe Korallen die unsere Haut in Sekundenbruchteilen aufschneidet… Unser Bot läuft voller Wasser und die Ruder hier in Vietnam schwimmen offensichtlich nicht… Roberts Ruder ist nach 2 Sekunden verschwunden. Ich kann meines gerade noch fassen. Okay das Kajak schwimmt noch aber so sicherlich nicht mehr lange! Robert und ich schreien als erstes wie 2 gestörte los “WO IST MEINE GOPRO”…. Typisch wir schneiden uns gerade alles auf das Boot, unser einziger Weg nach draußen säuft gleich ab und wir schreien nach unseren Kameras… Die wir dann auch heil im Boot finden.
Also was tun… Auf dem Wasser bekommen wir das teil nicht mehr trockengelegt und durch die Ströhmung kommen wir auch nicht… Ab ans Ufer…
Das Ufer zeigt sich genauso freundlich wie der Boden der uns schon zerschnitten hat…

 

 

Naja was solls wir haben keine andere Optionen. Robert Klettert über das Kajak nach vorne auf den Felsen und ich schiebe von hinten. Nachdem wir den Großteil des Wassers aus dem Kajak bekommen haben gehts ans tragen, schieben, schleifen…. Gut 30 Minuten Schleifen wir das teil über die scharfen Felsen immer darauf bedacht uns nicht noch mehr zu zerschnetzeln, was leider nicht immer gelingt!
Als wir das Boot neben der Strömung is Wasser lassen, sehen wir das mittlerweile im Tunnel selbst auch ganz schön was los ist. Wir sind beide im Wasser und versuchen ziehend das Kajak durch den Tunnel zu bekommen… Keine Chance! Wir bewegen uns keinen cm nach vorne und wir merken beide direkt wie unsere Kräfte schwinden.
Der nächste Plan muss her und zwar schnell wir treiben schon wieder auf die Stromschnellen zu. Robert wirft sich auf das Boot und reist das verbliebene Paddel aus dem Kajak heraus. Er paddelt ich schiebe von hinten. Robert haut rein wie ein gestörter… Ich bin Gott froh das er so ein Fitnessfreak ist und so viel Power hat! Respekt an dieser Stelle ohne Grenzen ohne ihn hätten wir das nie geschafft. Er Paddelt ich strample von hinten wie ein gestörter… 15 Minuten lang geht dieses Spektakel in denn wir uns cm für cm weiterkämpfen und es schlussendlich nach draußen schaffen. Meine Hände sind verkrampft und ich kann das Boot im ersten Moment nicht loslassen… Unser Captain hat sich wohl schon gedacht, dass etwas nicht stimmt. Er lichtet den Anker während wir noch auf sie zufahren und kommt uns entgegen… Aber zu viel Fürsorge sollte man wohl nicht erwarten.. Das erste was wir zu hören bekommen “Where second paddel” ich denke nur du AR”§$%”§$ wir saufen fast ab wegen deines Tips “GO THERE GO GO” und du “?”§%)% willst wissen wo das beschissene Paddel ist…
Auch nachdem wir erklärt haben was eben passiert ist ändert er sich nicht… Wir sind froh das wir selbst Pflaster und Desinfektionsmittel dabei haben und versorgen uns erst mal selbst. Er fährt derweil an den nächsten Spot und meint “here you can swim and go beach” ich lache ihn nur an und lege mich wieder hin…
Wir verbringen hier ca. eine Stunde bevor es weitergeht. ich habe mich mittlerweile größtenteils erholt und Robert geht es auch schon besser die Wunden scheinen zum Glück bei uns beiden nicht all zu tief zu sein… Naja man muss das beste draus machen und wir hatten wirklich Glück, dass hätte ganz ganz anders enden können!

Nächster und letzter Stop auf unserer Tour “Monkey Island”. Eine schöne kleine Insel auf der es, laut Beschreibung, wohl Affen geben soll.
Dort angekommen klettern wir erst mal (naja klettern wir krachseln und humpeln) den nächsten Hügel hoch um die Affen zu finden. Nachdem uns allerdings einige Touristen sagen, dass es hier nur einen weiteren Strand und einen Aussichtspunkt zu erklimmen gibt drehen wir direkt wieder um… Mehr Strapazen für heute müssen wirklich nicht sein!

Unten angekommen sind die Affen am Haus der “Strandeigentümer?” bereits unterwegs. Ich denke mal das die hier nicht wild leben sondern von den Einheimischen als Attraktion eingeschifft wurden.
Mit Erdnüssen bewaffnet gehts los. Affen sind in meinen Augen mit die faszinierendsten Tiere die es gibt. Diese hier sind allerdings recht Herrisch wenn es darum geht das man ihnen jetzt gefälligst eine Erdnuss rüberreichen soll 😀 Ich verscheuche die Stresser und verfüttere meine Erdnüsse an einen netteren Zeitgenossen der mir dankbar die Nüsse aus der Hand nimmt. Putzig!!!!

Nach dem Spaß mit den Affen gehts zurück aufs Boot und zurück in den Hafen.

Das waren 2 wirklich spannend und ereignisreiche Tage die ich wohl mein Leben so schnell nicht vergessen werde!

Go there… GO GO………..

I am GONE!

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