Hi Again,

ein Tag später und da bin ich wieder 🙂

Heute ging es zeitig los Richtung Norden um die bekannte Tempel von Hoi Quan nahliegend unseres aktuellens zu Hauses Hoi an zu besichtigen. Endlich Tempel sehen… Mag nach nem typischen Touri Trip klingen aber ich mag dise altertümlichen asiatischen Tempelanlagen einfach unglaublich .Vorort müssen wir selbstverständlich fürs parken bezahlen wie immer und überall hier (ich wüsste gerne mal wie man hier das Recht an Parkeinnahmen erwirbt, da man hier auch auf Gehwegen bezahlen muss und der angebliche “Vermieter” wie aus dem nichts von irgend woher angerannt kommt 😀

Die Tempelanlage von Hoi Quan entpuppt sich als eine wirklich weitläufiges Areal. Sie befindet sich auf einem Felsen inmitten der flachen Landschaft von Hoi An… Wir schwitzen so unglaublich… Es hat de Nacht zuvor kurz geregnet, was die Temperaturen bzw. die Luftfeuchtigkeit in die Höhe schießen lässt. Man darf sich schon nicht mehr zu schnell drehen da die Gischt den Anderen neben dran blenden bzw. zum ertrinken bringen könnte.
Wir klettern durch Höhlen die kaum zu durchqueren sind und schieben uns durch Gänge die nicht wirklich für den europäischen Menschen erweitert wurden. Es ist wirklich wunderschön hier. Überall ein sattes Grün von allen möglichen Bäumen die ich hier jetzt nicht benennen kann kann, riesige Schmetterlinge und… DIESE HITZE… Ich bin glaube ich einfach kein Mensch für diese Temperaturen 😀
Nachdem wir die gesamte Temepelanlage mit allen Statuen und Brunnen und Höhlen besichtigt haben steigen wir den Berg wieder hinab… Auf der falschen Seite.. typische! Also heißt es erst einmal in der sengenden Sonne einmal um den ganzen Hügel herum marschieren… Alle 5 Meter wollen uns kleine alte Omis 10 Meter Statuen aus massivem Stein verkaufen, die nächsten wie immer Essen oder Tabak…
Nachdem wir unsere Roller aus ihren schattigen Plätzchen geholt haben geht es weiter Richtung Monkey Mountain.
Allerdings entscheidet sich Roberts Hinterreifen zuvor auch noch von uns zu gehen… Er konnte wohl nicht ohne seinen ehemaligen Kameraden MR. Vorderrat leben und hat ich das Leben genommen.
Eine wohl beleibte Mechanikerin wechselt ihm nach einigen Metern schieben den Schlauch in einem Tempo, dass man meinen könnte der Teufel wäre hinter ihr her.
Prächtig! Reifen wieder voller Luft und Druck… aber eiert jetzt wie sau…. Na toll wieder zu unserem Stammmechaniker sobald wir wieder zu hause im Guesthouse sind.. Jetzt erst mal weiter.
Die Straßen hier sind wirklich top, so dass wir nach nur kurzer Zeit direkt am Fuße des Monkey Mountains ankommen. Die Küstenstrasse die uns hierher geführt hat ist gespickt mit zahlreichen Marathonläufern (wer tut sich denn bitte so einen Wettkampf bei dieser Hitze hier an :D, aber Respekt dafür!).

Der Weg auf den besagten Hügel stellt sich als 2 Meter breite mit Ranken und Büschen bewachsene Strasse heraus. Mein Roller packt die heftige Steigung gerade noch so im ersten Gang und hört sich dabei eher wie eine geprügelter Hund an wie ein Moped….
Immer wieder werden wir vor Vietnamesen auf ihren stärker motorisierten Rollern überholt. Sie feuern mich an und lachen gleichzeitig über mein wimmerndes stück Blech unter mir :D.
Nach einer schier nicht enden wollenden Steigung kommen wir schlussendlich oben an und… keine Affen… so eine verarsche 😀 Aber dafür eine Aussicht die jede Minute Fahrt hier noch wert war. Man sieht die komplette Küste von Hoi An in seiner vollen Pracht und Weite.
Die besagten Vietnamesen die uns überholt haben sind schon oben auf der Aussichtsplattform fleißig mit ihren Selfystangen beschäftigt alles und vorallem sich selbst möglichst oft abzulichten (ich kenne die Teile ja aber ich habe sie noch nirgends so oft gesehen wie heute 😀 ).
Als wir auch oben ankommen werden wir mit einem lauten HEEEEY begrüßt, was wohl so viel heißen soll wie “toll ihr habts auch geschafft”. Erst mal ein Foto mit besagten Vietnamesen irgend wo oben auf einem Berg mitten in der Pampa 😀 Ich finde es unglaublich lustig und muss herzhaft lachen.
Nachdem auch wir unsere selbstverständlich überwältigenden Fotos geschossen haben inkl. SELFY wollen wir noch auf den direkt anliegenden Hügel nebenan fahren. Als wir dort ankommen warnt uns ein fettes Schild am Eingangstor das es sich um ein Privatgrundstück handelt und betreten strengstens verboten ist… Wir fahren bis genau an die “Grenze” und begutachten das ehemalige Militärgelände. Am anderen Ende stehen einige Einheimisch die uns argwöhnisch begutachten… Unsere Aufmerksamkeit wird allerdings direkt von diesen äußerst sympathischen Männern auf die Probe gestellt, als ein zähnefletschender Hund auf uns zugeschossen kommt. Ich rufe Robert dezent Hysterisch zu ER SOLLE DEN VERDAMMTEN ROLLER WENDEN und gebe gleichzeitig schon Gas. Als der Hund an der Grenze des Grundstücks stehen bleibt und uns die Zähne zeigt bin ich erst mal beruhigt… Diese Ruhe ist allerdings nur von kurzer Dauer, da der Hund wohl nur überlegt hat wo und wie er uns am härtesten erwischen kann. Mit so viel Gas es nur geht bei der zerstörten Strasse versuchen wir dem Bellenden Fiech so gut es geht zu entgehen. Robert fährt vor neben mir der verdammte Köter der immer wieder aufs neue versucht mich am Fuß zu packen…. Nach ca. 500 Metern lässt er von uns ab und dreht uns den Rücken zu als hätte er gerade nur mal eben sein Geschäft erledigt…

Noch etwas gestresst von der Aktion starten wir den Weg nach unten. Abwärts wirkt der Hügel noch steiler wie er es bergauf schon getan hat und… ich bin ehrlich, ich vertraue unseren Bremsen unter Dauerlast nicht wirklich 😀 Im 2ten Gang die Motorbremse nutzend Jodeln unsere Roller daher zuckelnd und ruckelnd den Hügel hinunter 😀
Vorbei an Palmen, Büschen perfekten Tennisplätzen… (Was sollen die denn hier oben… Egal wer mag schon Tennis…:D ) finden wir den Weg nach unten (und das sogar auf anhieb). Unterwegs halten wir noch bei einer weiteren Tempelanlage mit einer gigantischen Steinstatue einer “weiblichen Gottheit?” ich kenn mich da nich aus sorry! Fotos machen, gucken, schön finden, weiter!

Jetzt noch ab in die City Roberts Handy wieder Internetfähig machen… Weit und breit kein Handyshop… Googlemaps führt uns in ein Wohnviertel aber auch hier.. nichts… Auf dem weiteren nach Hause weg kommen wir an einem großen Einkauszenzentrum vorbei. Wir kaufen Wasser und Waschmittel UND ESSEN BURGER… Was eine Abwechslung 😀 So ein Mist! Aber soooo gut 😀

Frisch gestärkt und mit schlechtem Gewissen gehts weiter nach Hause. Meine Tankanzeige zeigt noch 1/4 an… das ist schonmal schief gelaufen aber das wird noch reichen bis zur nächsten Tankstelle… (Ich muss immer wieder über mich und meinen Optimismus lachen :D)
Selbstverständlich geht der Roller aus… mitten auf der Schnellstrasse 😀 Robert war schon vorausgefahren und bekommt von der ganzen Misere nichts mit. Ich bin allerdings nicht alleine. Ein Einheimischer hat meine Lage erkannt und weißt mich an einfach die Strasse weiter zu schieben es würde eine Tankstelle kommen “Short way Short way”… Jaja schon Short way aber Short way mit verdammt schwerem Roller 😀 10 Minuten später finde ich besagte Tankstelle und tanke glücklich auf.
Zu Hause angekommen gehts mit dem Moped ab zum Check…. Mein Mechaniker schaut mich von anfang an skeptisch an… Als hätte er noch nie einen Roller mit kaputtem Spiegel, Lenkrad mit 2 cm Spiel zerbrochener Karosserie und fehlendem Auspuff gesehen 😜 Nachdem er ca. 10 mal New New gesagt hat und neue Teile zum Vorschein gezaubert hat… Bin ich 800.000 Dong ärmer aber dafür nun besitzer eins nicht mehr klappernden Rollers (Spiegel, Karosse und Auspuff sind immer noch nicht vorhanden aber der Rest sitzt 😀 ).
Er richtet noch Roberts Roller und dann heißt es Futter fassen! Ab zur Markthalle! Der beste Ort hier etwas zu essen. Günstig, frisch und von Einheimischen für Einheimische gekocht!
Danach schlendern wir noch über den gigantischen Markt. Hier kann man sich jegliche Klamotten maß anfertigen lassen. Vom T-Shirt über Schuhe bis zum edlen Zwirn. Überall hängen bunte Lampen und sogar auf dem anliegenden Fluss schwimmen kleine Papierschiffchen mit Kerzen.
Nach einer Kleinen Runde gehts wieder ab nach hause ins Guesthouse. Morgen heißt es ab auf die Scooter und weiter. Diesmal nur 150 Km ab ins nächstest Städtchen! ich freue mir!

Bis dahin. i am Gone!

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